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«Serenella Iovino (Turin) Erzählte Verflechtungen. Der Posthumanismus und Italo Calvinos narrative Ontologie The question about the boundaries of the ...»

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PhiN-Beiheft 10/2016: 25

Serenella Iovino (Turin)

Erzählte Verflechtungen.

Der Posthumanismus und Italo Calvinos narrative Ontologie

The question about the "boundaries" of the human resonates in Calvino's writing as a persistent

background buzz. Progressively, in his universe, the awareness takes shape that human "nature"

is a hybrid, inclusive constitution, always significantly "beyond itself", in an unremitting process

of mutation and co-evolution with other existing forms. This essay examines Calvino's works via the lens of a posthumanist "relational ontology". After providing a theoretical introduction, I analyze Palomar and The Cosmicomics. These are, I suggest, the main expressions of Calvino's attempt to build stories that move the narrative focus "past the human", coalescing in a hybrid world of matters, forms, beings, and signs. By tracing these motives in Calvino's work, however, I do not merely intend to establish analogies, but to show how Calvino himself can enrich the posthumanist debate with a "narrative ontology". In this ontology, the porosity of human and nonhuman becomes visible through figures, voices and images that establish ethical ties between diverse natures and beings, restoring the conversation with "those who are not 'us'". To ask what the world looks like where there are no eyes to see it, or to lend human voice to cells, camels, atoms, and stars, implies a welcoming dimension for a human so mature that it can find itself by going past itself. Here, cognitively and ontologically, the human's hybridizing nature shines in the luminous form of a declaration of interdependence.

Wo sind die tatsächlichen Grenzen zwischen dem Menschen und seinem Anderen? Und wo ist dieses Andere des Menschen wirklich? Um diese Frage zu beantworten, wäre ein essentialistischer Glaube an den Menschen sicherlich hilfreich. Gemäß dieser Vision wäre der Mensch eine ontologische Kategorie, die sich zielstrebig aus dem evolutionären Kampf entwickelt hat, um in ihrer Reinheit unveränderlich zu bleiben. Aber ist das tatsächlich so? "I firmly believe that we have never been human", schreibt Donna Haraway. Ein Beweis liegt direkt in unserer Genetik begründet. Menschliche Genome, so erinnert uns Haraway, can be found in only about 10 percent of all the cells that occupy the mundane space I call my body; the other 90 percent of the cells are filled with the genomes of bacteria, fungi, protists, and such, some of which play in a symphony necessary to my being alive at all. (Haraway 2004: 2) Also folgert sie: "To be one is always to become with many" (ebd.). Unsere Existenz, die Existenz unserer Art und ihrer kognitiven Evolution ist weit davon entfernt, rein zu sein und innerhalb sicherer Grenzen zu liegen. Von den Mitochondrien aufwärts mischt sich das Menschliche fortwährend mit dem NichtMenschlichen. Dies offenbart sich via Hybridisierung. Aus diesem Grund wäre ein absolut konsequenter Atlas der menschlichen Biologie eine Abhandlung über Xenobiologie. Einen überzeugenden Beweis liefern die Bakterienkolonien, die unser Mikrobiom bilden. Obwohl sie nichts 'Menschliches' in ihrem genetischen PhiN-Beiheft 10/2016: 26 Code haben, sind sie doch ein integraler Bestandteil unseres Körpers und unserer Gesundheit. Wie auch Jane Bennett beobachtet: "My flesh is populated and constituted by different swarms of foreigners" (2010: 112). Aber wenn all dies von innen herauskommt, ist auch zu bedenken, auf welchem Weg von außen kommende Schadstoffe, Medikamente und künstliche Substanzen zu Fremden werden, die mit unseren Körpern auf unkontrollierbare Weise interagieren. Manch eine Umwelterkrankung wie zum Beispiel die Multiple Chemikaliensensitivität (MCS) zeugt deutlich davon: "human bodies are coextensive with the natural, unnatural, and hybridized material" (Alaimo 2010: 167).1 Eine andere Hybridisierung des Menschen ist der Cyborg: ein Mischwesen aus künstlich hergestellten Mechanismen und aus "ourselves and other organic creatures in our […] 'high-technological' guise as information systems, texts, and ergonomically controlled labouring, desiring, and reproducing systems" (Haraway 1991: 1). Entgegen dualistischer Annahmen gehört die Menschheit zum "crossover" von Vermittlungen und Erscheinungen, und, genau wie unser alltägliches Leben, "our very body, is composed to a great extent of sociotechnical negotiations and artifacts" (Latour 1999: 214). Diese Umstände und Belege erlauben es uns zu sagen, dass das Menschliche – weit davon entfernt rein zu sein und innerhalb sicherer Grenzen zu liegen – sich fortwährend mit dem Nicht-Menschlichen vermischt.

Dies offenbart sich durch Hybridisierungen und Verhandlungen zwischen den Materien und Formen der Welt. Wenn wir diese Beispiele im Kopf haben, wenn wir das nächste Mal unsere Haut befeuchten, ein Antibiotikum einnehmen oder Werbung für Ohrimplantate sehen, wird die Tatsache, dass Menschen Ansammlungen von organischer und nichtorganischer Materie sind, plötzlich klarer werden. Auf sehr konkrete Weise sind Fremde in uns und ermöglichen uns zu sein, was wir sind – im Guten wie im Bösen.

Italo Calvinos literarische Imagination ist durchdrungen von dieser Idee, und viele seiner Erzählungen bilden die potentielle Andersheit innerhalb des Menschen und um ihn herum ab. Von der Trilogie I nostri antenati (Unsere Vorfahren) bis zu den epistemologisch-narrativen Experimenten Le cosmicomiche (Cosmicomics) und Palomar (Herr Palomar) schwingt die Frage nach den 'Grenzen' des Menschen als ein ständiges Hintergrundgeräusch mit. In Calvinos Universum bestätigt sich die menschliche 'Natur' zunehmend als eine hybride, alles umfassende Konstitution, immer signifikant "jenseits ihrer selbst", in einem ununterbrochenen Prozess von Mutation und Ko-Evolution mit anderen existierenden Formen. Es ist interessant, wie diese Vision sogar in GelegenheitsschrifAuf der Basis dieser Koexistensivität artikuliert Alaimo ihr Konzept der Trans-Corporeality, ein "movement across bodies", das "the interchanges and interconnections between varrious bodily natures" aufdeckt (2010: 2).





PhiN-Beiheft 10/2016: 27 ten auftaucht, etwa in "Il cielo, l’uomo, l’elefante" ("Der Himmel, der Mensch, der Elephant"), einem Vorwort zu Plinius des Älteren Naturgeschichte, publiziert 1982 und auch in Perché leggere i classici (Warum Klassiker lesen?, 1991). (In dieser Abhandlung über natürliche und kulturelle Dinge, einer Anthropologie avant la lettre, entdeckt Calvino, dass die Menschheit in einer durchlässigen Zone von Formen und Materie angesiedelt ist, gefährdet in ihrem Schicksal voller unvorhersagbarer Metamorphosen. Der Mensch selbst ist ein technologisches Hybrid aus Dingen und Produkten. In seiner strukturellen Hybridität stellen biologische Evolution und technologische Entwicklung einen offenen Horizont von substantiellen Übergängen und Oszillationen dar.

In seiner Offenheit für Transformationen ist der Mensch materiell und historisch durchlässig für andere Naturen, für andere Materie und andere kulturelle Akteure. Wirklich menschlich zu sein, bedeutet deshalb in gewisser Weise, hinter die Grenzen der menschlichen 'Natur' zu gehen. Das ist die Bedeutung des Posthumanismus', wie ihn Donna Haraway, Karen Barad, N. Katherine Hayles, Roberto Marchesini, Bruno Latour, Andrew Pickering, Rosi Braidotti oder Cary Wolfe begreifen. Für diese Autoren ist der Posthumanismus eine Vision der Realität, derzufolge das Menschliche und das Nichtmenschliche ineinanderfließen, ko-emergent sind und einander in wechselseitigen Beziehungen definieren.

Wie Rosi Braidotti in The Posthuman erklärt, beruht diese "philosophy of becomings" auf folgender Idee: "matter, including the specific slice of matter that is human embodiment, is intelligent and self-organizing. This means that matter is not dialectically opposed to culture, nor to technological mediation, but continuous with them” (2013: 35). Eine posthumanistische Vision lehnt daher die essentialistische Trennung zwischen dem Menschlichen und dem NichtMenschlichen ab und betont – genau wie Calvinos Erzählungen – ihre Hybridisierungen und ihr aktives Wechselspiel. Eine solche Vision bildet eine Welt ab, deren ontologische Kategorien eher agieren als gegeben sind, wo das sich Mischen mit "einer Andersheit" das dynamische Ziel des Seins ist und wo der Mensch selbst das Ergebnis sich kreuzender Wirkungen und Bedeutungen ist.

Seine eigentliche Bedeutung ist die einer materiell-diskursiven Mit-Soziabilität, gebildet "through the pleasurable connection with the other, with the different, with whatever is able to produce new states of instability, thus reinforcing the human endeavor to conjugate with the world" (Marchesini 2002: 70).2 Vor dem posthumanistischen Horizont kann man beobachten, dass verschiedene Formen von Agency und Materialität sich einander annähern. Es besteht Kommunikation innerhalb eines jeden Fragments existierender Materialität, und deshalb ist unseWenn nicht anders vermerkt, stammen die Übersetzungen aus dem Englischen von mir selbst (Serenella Iovino).

PhiN-Beiheft 10/2016: 28 re Beziehung zur Welt als eine verbindende determiniert: "The world makes us in one and the same process in which we make the world" (Pickering 1995: 26).

In dieser performativen Darstellung von Sein und Wissen stützt sich die menschliche Erfahrung auf Hybridisierungen und erzeugt diese. Unsere Körper sind nicht nur materiell mit anderen Körpern verflochten, sondern die Kultur und jede

Form von Wissen sind diskursive Prozesse einer Verkoppelung mit anderen:

"every culture is the outcome of a process of hybridization with an otherness" (Marchesini 2002: 15). In Einklang mit Calvinos Vision von einer Welt voller menschlicher Fremder impliziert der Posthumanismus deshalb ein Bild, demgemäß – sowohl diskursiv als auch materiell gesehen – "otherness saturates the human structure […] humanity oozes with the nonhuman" (ebd.: 70).

Aber, so betont Calvino, der Mensch ist nicht allein im 'Crossover'. Eine ganze Welt von Hybriden, Kollektiven und 'Kreaturen' teilt mit uns einen Horizont, an dem im Prozess der Hybridisierung, der unsere Existenz(en) formt, die materiellen Kräfte mit den Bedeutungen übereinstimmen. Die Existenz ist zusammengesetzt aus der "force of collective life" (Wheeler 2006: 30), und diese Kraft ist aussagestark: Wenn Kultur ein fortgesetzter Prozess der Hybridisierung mit Natur ist, eine fortwährende Formierung von "naturecultures", um Haraways anschauliche Wortschöpfung zu benutzen, dann ist die Lebenskraft auch eine Kraft der Zeichen und der Information, eine semiotische Kraft. Es ist ein Potential an Geschichten integriert in Materie. Diese Welt ist nicht nur eine Welt der materiellen Erscheinungen, sondern es ist auch eine Welt die bedeutungsvoll wird, weil Bedeutung gemeinsam mit Materie entsteht, wie die biosemiotische Forschung zeigt.3 Die narrative Landschaft des Posthumanismus ist eine Landschaft der Begegnungen, wo "the organism-environment coupling is a form of

conversation" (ebd.: 126) und wo der Mensch gesetzmäßig reagiert auf "a universe which is – and perhaps always has been – 'perfused with signs'" (ebd.:

155).

Im Folgenden werde ich untersuchen, wie diese Fragestellungen in Calvinos Erzählungen entwickelt werden. Nach einer Übersicht über die Werke, in denen diese Themen am stärksten zutage treten, werde ich mich auf Palomar (Herr Palomar) und Le Cosmicomiche (Cosmicomics, 1965) konzentrieren. Diese bringen nach meiner Auffassung am stärksten Calvinos Versuch zum Ausdruck, Geschichten zu konstruieren, die den narrativen Fokus und die ErzählstraZuerst entwickelt in den Arbeiten von Charles Sanders Peirce und Jakob von Uexküll, bedeutet Biosemiotik "the study of signs and significance in all living things" (Wheeler 2006: 19). Wie Timo Maran sagt: "sign processes take place not only in human culture but also everywhere in nature […] Meaning is the organizing principle of nature" (2006: 455, 461). Daraus folgt, dass "all living things – from the humblest forms of single-cell life upward – […] are engaged in sign relations" (Wheeler 2012: 217).

PhiN-Beiheft 10/2016: 29 tegie "hinter den Menschen" verlegen, wo das Gewirr von Materien, Formen und Zeichen "hybride Geschichten" formt, in denen die Realität selbst ein kontinuierlicher Strom von Verschränkungen ist.

1 (Augen) Hinter dem Subjekt: Literatur und hybride Identitäten Verschränkungen mit einer Andersheit mögen bei Calvino oft von innen kommen: aus den Zellen wie in Le Cosmicomiche oder Ti con zero (1967; T zero) oder aus dem Geist, dem Körper und ihrer sozialen Kategorisierung wie in La giornata d' uno scrutatore von 1963 (Der Tag eines Wahlhelfers).4 Dieser kurze Roman ist nämlich eine Reflexion über die Grenzen des Menschseins, wo die eigentliche Idee des Menschseins, dem Wesen nach aufgeklärt durch Vernunft, konfrontiert wird mit der eigenen fremden Seite: geistiger und physischer Krankheit. Angesiedelt in einem Hospital für Schwerstbehinderte, wird das eigentliche Konzept des Menschseins hier überwunden durch seine innere Alterität, und der Mensch wird zu einem menschlichen Fremden, einer anthropologischen Form von Wildnis.

Aber Hybridität und Verstrickung mit einer Andersheit sind Züge, die Calvino auch anderen frühen Charakteren zuschreibt. Die Trilogie I nostri antenati (Unsere Vorfahren) ist ein einschlägiger Fall: In Il barone rampante (Der Baron auf den Bäumen, 1957) verwandelt sich Cosimo Piovasco di Rondò in einen "Baum"-Menschen, der niemals wieder die Erde berühren wird, als bewusste Konsequenz seiner anmaßenden Weigerung, Schneckensuppe zu essen, und wird so ein Teil von Europas Landschaft der verschwindenden Wälder; Il visconte dimezzato (Der geteilte Visconte, 1952) ist ein moralischer Hybrid aus Gut und Böse; Il cavaliere inesistente (Der Ritter, den es nicht gab, 1959) ist ein Hybrid aus Materie und Leere, eine Präsenz-Absenz, lebendig nur dank seiner Rüstung (wir könnten sagen, er ist ein semi-materieller Cyborg). In Marcovaldo ist die Natur eine ironische und hybride, "dispettosa, contraffatta, compromessa con la vita artificiale" städtische Natur, die "boshaft" ist, "gefälscht, infiziert mit künstlichem Leben" (Calvino 2003: 1233). Diese Natur ist sichtbar durch ihre Abwesenheit und durch paradoxe Erscheinungen: Pilze unweit einer Straßenbahnhaltestelle, kommunale Tauben, Anschlagbretter an einer Schnellstraße, die von Kindern, die nie einen Wald gesehen haben, mit Bäumen verwechselt werden, das blasse Licht des Mondes, das mit den Neonanzeigen einer Cognacmarke konkurriert.



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